Kein Bad ohne Badeschwamm….

erstellt am: 12.10.2012 | von: h.quadt | Kategorie(n): Allgemein, Reisen
Schwämme von Kalymnos

Ein Wellnesstag ohne ein erholsames Bad, kaum vorstellbar. Dazu gehören natürlich auch immer schöne Badezusätze und ein Schwamm, am besten ein Naturschwamm. Meistens ist er schön hell in der Farbe. Wo kommt so ein Schwamm eigentlich her? Aus dem Meer. Nicht alle Schwämme eignen sich zum Badeschwamm oder für andere Zwecke. Schwämme die in unseren Gewässern vorkommen sind ungeeignet, da sie in getrocknetem Zustand zerbröckeln

Im Mittelmeer ist es z.B. die griechische Insel Kalymnos, die für ihre Schwämme berühmt ist. Schwämme sind lebendige Meereslebewesen. Wenn die Schwämme aus dem Meer geholt werden, spricht man von der Schwammernte. Hierbei wird nur ein Teil des Schwammes entfernt. Die Schwammtaucher achten sehr darauf, das der Schwamm selbst intakt bleibt und somit nachwachsen kann. Die Dichte und Qualität der Schwämme soll sogar besser werden, wenn man sie von Zeit zu Zeit erntet.  Allerdings gibt es heutzutage schon lange nicht mehr so viele Schwämme im Meeresgebiet von Kalymnos wie früher. Die Arbeit eines Schwammtauchers ist hart und nicht ungefährlich, so dass es zudem an Nachwuchs mangelt. Meist sind es traditionelle Familienbetriebe auf der Insel, die dieses Gewerbe noch betreiben. Viele gute Schwämme kommen heute aus anderen Teilen der Welt und können oft preisgünstiger angeboten werden. Verkauft werden die Schwämme an Touristen, die die Insel besuchen und in ganz Griechenland, ein großer Teil geht in den Export in andere Länder.

Man unterscheidet zwischen dem Naturschwamm, leicht bräunlich in der Farbe und dem gebleichten, hellgelben Schwämmen. Qualitativ gesehen sind die naturbelassenen Schwämme, die besseren und auch höher im Preis. Sie sind dichter, weicher und saugfähiger. Allerdings sehen sie nicht so schön aus. Die Preise richten sich immer nach der Größe und Dichte eines Schwammes. Je größer und vor allem dichter er ist, umso höher ist der Preis.

Nachdem die Schwämme geerntet sind und an Land gebracht wurden, kommen sie für einige Zeit in Wasserbäder mit verschiedenen Zusätzen. Diese lassen den Schwamm als lebendigen Organismus absterben  und alle anderen in ihm lebenden Microorganismen, ebenso. Mit dieser Methode wird der Schwamm konserviert. Ist dieser später in Gebrauch, muss er nur regelmäßig in klarem Wasser gut ausgespült, bzw von Zeit zu Zeit in Essiglauge gereinigt werden. So behandelt ist ein Schwamm, egal ob Natur oder gebleicht, sehr lange haltbar.

Ein Schwamm ist ein schönes Urlaubssouvenir, auch als Mitbringsel für Freunde. Er ist nicht schwer und kann leicht transportiert werden. Zuhause dann legt man sich in die Badewanne, schließt  die Augen, läßt den Schwamm über den Körper gleiten, denkt an den schönen vergangenen Urlaub und das viele Male.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Kommentar schreiben

Kommentar


Kommentare

Netzwerke