Dolce – es muss nicht immer Schokolade sein…

erstellt am: 19.11.2012 | von: h.quadt | Kategorie(n): Allgemein, Reisen
Viel Mandeln u. andere Zutaten...

Biscotti – das italinische Wort für Gebäck. Mir fällt zu Gebäck immer sofort das klassische Weihnachtsgebäck ein, mit viel Zimt und anderen Gewürzen aus dieser Zeit. Das wird dann auch noch zuhause selbst gebacken. In der Vorweihnachtszeit, gerne auch mit kleinen Kindern, die dann die Figuren, wie Sterne und Tannenbaum ausstechen dürfen. Die Küche ist oft nicht wieder zuerkennen, denn ausnahmsweise ist es erlaubt, auch mal so richtig mit den Fingern in den Zutaten zu matschen. Anschließend ist alles weiß, der Mehlstaub haftet an den Kleidern und ist im ganzen Raum verteilt. Fast jeder kennt den Duft von frisch gebackenen Plätzchen und wenn auch nur noch aus der Kinderzeit .

Schade ist, das es für den Rest des Jahres, selten selbstgemachtes Gebäck gibt. Man kauft bei Bedarf etwas aus dem Supermarkt, das aus großen Backfabriken kommt und wenig gemein hat, mit den frischen Keksen aus der eigenen Anfertigung.

Dabei gibt es viele einfache Rezepte, die schnell umgesetzt werden können. Man hat es dann auch selbst in der Hand, welche Zutaten man verwendet. Ob aus dem Keks eine Kalorienbombe wird, oder eine eher nahrhafte Ergänzung zum Speiseplan.

Wenn ich in Italien bin, staune ich mich immer wieder über das große Angebot von Süssigkeiten, die hier Dolce heißen. Es sind wunderbare kleine Kuchen und Törtchen in allen Variationen, Gebäckstücke und Kekse, die zum Espresso in der Bar oder in Cafe`s, aber auch mit nach Hause genommen werden.

Sonntags sind sie ein traditioneller Nachtisch, der nach dem Essen mit einem Espresso genossen wird.

Bei meinen Spaziergängen wie letztlich durch Rom, schaue ich neben alle den fantastischen Sehenswürdigkeiten und Relikten der Vergangenheit, der überwältigenden Architektur, immer auch nach dem Heute. Wie lebt man in Italien? Wie sehen die Geschäfte aus? Wie bei uns in Deutschland ? Und was gibt es noch an traditionellem Lebensstil. Welche Produkte sind typisch italienisch, werden im Land gefertigt und kann man als feine Sachen bezeichnen. Essen ist dabei immer besonders interessant.

Es macht unglaublich viel Freude in kleine Läden zu gehen, in diesem Fall Bäckereien oder Cafe´s sowie  kleine Bars, um diese Leckereien zu probieren. Etwas zu kaufen, vielleicht auch mit nach Hause zu nehmen. Die Leute dort sind außerordenlich nett und aufgeschlossen. Sie freuen sich, wenn man sich für ihre Arbeit interessiert und haben auch nie etwas dagegen einzuwenden, wenn man fotografieren möchte. Ganz im Gegenteil, ich habe den Eindruck, sie sind dann ein wenig Stolz auf ihre Arbeit und das können sie auch, denn ihre Erzeugnisse schmecken fantastisch gut.

Ein Beispiel für viele andere mehr ist “ Innocenti „, eine Bäckerei im alten Stadtteil Trastevere von Rom. Hier wird alles selbst gebacken, mit regionalen Zutaten und nach alten Rezepten. Schon draußen vor dem Laden strömt einem der Duft von frischem Gebäck entgegegen. Hier kann man einfach nicht vorbeigehen, ohne hinein geschaut und etwas probiert zu haben. Die Auswahl fällt schwer. Aber man kann gut etwas für daheim mitnehmen. Ich habe das nicht geschafft, sondern vorher selber aufgegessen. „Ja, was soll ich sagen. Es war einfach zu gut.“

Ein anderes Geschäft ist in der Nähe vom Campo dei Fiori. „Nonna Vincenza“ ist eines von mehreren Geschäften, aus Sizillien, das traditionelles sizillianisches Mandelgebäck anbietet, das viel von Marzipan hat. Es gibt aber auch Torten und Schokoladiges, Torrone, sowie eine sehr leckere Pistaziencreme als Brotaufstrich. Eine weitere Spezialität sind verschiedene Liköre.

Es lassen sich in jedem Stadtteil von Rom kleine Läden finden, die noch traditionelle Spezialitäten anbieten. Da sollte man ruhig zugreifen, denn wenn man wieder zu Hause ist, gönnt man sich diese Dinge meistens nicht mehr.

„Innocenti“- Via Della Luce 21 – Rom Trastevere

„Nonna Vincenca“ – Via Arco del Monte 98a/98b (Nähe Campo dei Fiori)

 


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Hallo, da läuft einem ja das Wasser im Munde zusammen, fehlt nur noch das zum Schluss ein Rezept zum Selbermachen kommt. Vielleicht eine Anregung für den nächsten Trip

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