Feudi di San Gregorio

erstellt am: 27.02.2013 | von: h.quadt | Kategorie(n): Allgemein, Food, Lifestyle, Reisen
Weinberg in Irpinia

Für die einen ist ein guter Wein etwas Besonderes, den man sich nur bei bestimmten  Gelegenheiten gönnt. Vielleicht ein Geburtstag, ein gutes Essen mit Freunden, oder in einem Restaurant. Für die anderen gehört er zum täglichen Essen ganz selbstverständlich dazu. Man trinkt wenig, aber regelmäßig. Wein wird heute schon in vielen Regionen der Welt angebaut wo er früher nicht zu finden war. In Asien, zum Beispiel, und das nicht mal schlecht. Mittlerweile werden dort sehr gute Weine produziert, nach europäischem Vorbild und von sachverständigen Fachleuten, die ebenfalls aus Europa kommen, oder dort ihre Kenntnisse erworben haben.

Ich denke bei Wein aber immer noch sofort an die klassischen Anbauländer, wie Frankreich, Italien, Spanien, Griechenland und natürlich auch Deutschland.

Im Anbau hat sich viel verändert in den letzten Jahren. Wenn man nicht gerade Massenwein produziert, legt man sehr viel Wert auf die Qualtität.  Weniger ist dann mehr. Es kommt nicht darauf an viele Trauben zu ernten, sondern besonders gute. Die werden dann mit neuester Technologie, in  modernen Anlagen verarbeitet. Nichts wird dem Zufall überlassen und immer geht es darum, das Beste aus den Trauben heraus zu holen. Viele Weingüter sind alte Traditionsbetriebe, über mehrere Generationen hinweg von einer Familie geführt. Andere sind aber auch erst vor  Jahren entstanden, sowie das  Weingut Feudi di San Gregorio .

Gegründet wurde es 1986. Die Weinberge liegen in Irpinia, das zu Kampanien gehört, einer der schönsten Regionen in Süditalien. Hier hat der Weinanbau eine lange Tradition und ideale klimatische Bedingungen. Wasserreichtum und viel Sonne sind beste Voraussetzungenen. Der Wein war schon immer ein Teil des Lebens, direkt neben den Obst-und Olivenbäumen, sowie Wald und vielen Kräutern. Heute ist das Weingut von ursprünglich 30 Hektar auf über 300 Hektar angewachsen. Es werden verschiedene Rebsorten angebaut, darunter auch der Greco di Tufo, den schon die alten Griechen mit ins Land brachten. Man arbeitet daran die Identität der mediterranen Aromen wieder neu zu entdecken.

Feudi di San Gregorio ist mehr als nur ein Weingut, es ist ein Ort der Begegnung, für den Dialog,  das Wissen, die Meditation und Kultur,  und ein Labor für neue Ideen. Wenn man die Kellerei betritt, die 2004 neu eingeweiht wurde, merkt man sofort, dass hier mit modernster Technik und nach neuesten Erkenntnissen, Wein produziert wird. Die architektonische Gestaltung ist zurückhaltent und klar in ihren Linien.  Der japanische Architekt Hikaru Mori hat das Gebäude vor einigen Jahren neu erschaffen und mit den bestehenden Strukturen vereint. Der moderne Design des Innenausbaus und der Möbel stammt selbstverständlich aus italienischer Hand.

Es handelt sich hier um einen Wohlfühlort. Alles strahlt eine sehr angenehme Atmospäre aus. In der Außenanlage vor und neben dem Gebäude findet man ein großen Garten mit vielen Kräuter und Rosenbeeten. Die dienen nicht nur dekorativen Zwecken, sondern hier kann der Besucher seine Sinne und seine Nase für die spätere Weinverkostung sensibilisieren. Betritt man später den Weinkeller mit seinen vielen Weinfässern, spürt man sofort das hier nicht nur einfach Wein produziert wird, sondern alles  getan wird um ein besonders gutes Klima zu schaffen, in dem der Wein in Holzfässern, aus Frankreich, reifen kann. Es ertönt klassische Musik. 

Die Trauben werden nur mit der Hand gelesen. Maschinen kommen bei der Ernte nicht zum Einsatz. Es geht immer um die beste Qualität. Das Ergebnis sind vielfach prämierte Weine, authentisch und natürlich, wie die Region in der sie entstehten.

Ein Geheimtipp für Alle, die abseits des Mainstream Urlaub machen wollen. Die feinen Sachen offenbaren sich hier überall, in Form von wunderschöner Landschaft, kleinen individuellen Hotels, sehr gutem Essen, mit vielen landestypischen Spezialitäten und vor allem sehr freundlichen und offenen Menschen.

 


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